Beschreibung und Handbuch für TrainWizard
„Die Mehrzugsteuerung"

Die Steuerungssoftware "TrainWizard" stellt ein graphisches Gleisbildstellwerk bereit. Sie können Weichen oder Fahrstrassen über die graphische Oberfläche steuern. Bei der Darstellung von graphischen Elementen im Gleisbild sind keine Grenzen gestellt.

Besitzen Sie bereits über Rückmeldemodule, dann können Sie mit der Steuerungssoftware TrainWizard leistungsfähige Automatisierungsfunktionen erstellen - eine Programmierung in einer speziellen Sprache ist nicht erforderlich.

Sehr interessant sind die Möglichkeiten, den Automatikbetreib mit dem manuellen Modus per Drag & Drop zu mischen. Ein Hand- und Automatikbetreib ist gleichzeitig möglich.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Referenzierte Dokumente
Überblick
    Systemanforderungen
Die Steuerung
    Drag & Drop
    Ausblick
Bedieneroberfläche
    Menüs
        Datei und Bearbeiten
        Ansicht
        Lokomotiven
        Serien Nummer
    Symbolleiste
Das Zeichnen der Anlage
    Zeichnen
    Selektieren
    Selektieren eines Bereiches
    Verschieben
    Löschen
    Kopieren
Definieren der aktiven Elemente
    Weichen
    Sensoren
       Signale schalten
    Haltepunkte
        Haltepunkt Verknüpfen
    Virtuelle Verbindungen
    Programmierknopf
    Fahrplan anhalten
    Lokomotiven
    Konfiguration
    Computer Interface
Haltepunkte
    Die Initialisierung
    Funktionsweise der Sensoren
    Visuelles Programmieren der Fahrstrecke
    Simulation der Start- Zieltaste
    Abbrechen des Fahrplanbetriebes
    Anhalten des Fahrplanbetriebes
Tips und Tricks
    Wie beginne Ich ?
    Die Lok fährt in die falsche Richtung
    Die Buchregal Anlage
Weitere Entwicklung
Danke

 

Einleitung

Liebe Kunden,

es freut uns Sie, zu den Kunden von TrainWizard und den Digitrain Produkten zählen zu dürfen.

Die Software TrainWizard wurde geschrieben, um auf einfache Art und Weise einen interessanten Betrieb auf jeder digitalen Modellbahn zu realisieren.

Wenn Sie sich in das Programm eingearbeitet und die ersten Erfahrungen gesammelt haben, werden Sie sicherlich weitere Wünsche an das Programm stellen. Wir werden Ihre Wünsche sammeln und in spätere Versionen des Programmes einfliessen lassen.

Die aktuellsten Informationen und Tips werden Sie auf unserer „Homepage" unter www.trainwizard.com. Hier finden Sie auch die Hitparade der Anregungen und Wünsche, damit können Sie selbst verfolgen, wie und in welche Richtung sich das Programm weiter entwickeln wird.

Referenzierte Dokumente

Nachfolgend sind alle in diesem Dokument referenzierten Dokumente aufgelistet:

Handbuch Digitrain 5030, V1.0, vom März 1994

 

Überblick

Beim Programm TrainWizard handelt es sich um ein objekt-orientiertes Steuerungsprogramm für Modellbahnen.

Das Programm ist Windows 95 „Logo Compliant", d.h. dass das Programm von der Bedienung her gleich aufgebaut ist, wie Sie es von anderen Windows Programmen her kennen und erwarten. Ausserdem erfüllt es die Anforderungen für „Container Applikationen". Für Sie heisst dies, dass Sie Dokumente eines OLE Servers importieren können. Konkret können Sie z.B. die Audio Bedienelemente Ihrer Soundkarte importieren und per Ikone darstellen - ein Klick auf diese Ikone und Sie können die Audiodaten abspielen.

Um Fahrstrassen zu programmieren, müssen keine Computer-Sprache erlernt oder Makros eingegeben werden. Hier werden visuelle Hilfsmittel angeboten, die ein einfaches Programmieren von Fahrstrassen erlauben.

Eine Lokomotive wird per Maus von A nach B bewegt und am Ziel losgelassen. Die Steuerung sucht eigenständig nach einem Weg und übernimmt automatisch alle nötigen Reservierungen der Geleise. Bei der Ankunft werden die reservierten Geleise wieder freigegeben und geben dem nächsten wartenden Zug freie Fahrt.

Die Mehrzug-Eigenschaften sind in der internen Logik eingebaut. Um diese zu nutzen muss nichts zusätzlich eingegeben oder programmiert werden.

Sie selber stellen den Fahrplan zusammen - das können so viele Zugbewegungen sein wie Ihr Digital System Lokomotiven unterstützt. Der Gleisplan kann so gross werden wie Ihr Computer freien Hauptspeicher hat.

TrainWizard ist ein Echtzeitprogramm, es startet intern mehrere Prozesse, die die ihnen gestellten Aufgaben kontrollieren und überwachen. So wird das Computerinterface mindestens acht mal pro Sekunde auf Ereignisse des Rückmeldebusses hin überprüft. Damit erreicht das Programm eine deutliche Verkürzung des Halteweges einer Lokomotive. Auch lassen sich mit dieser Architektur mehrere Prozessoren unter Windows NT 4.0 nutzen.

Systemanforderungen

Sie benötigen einen Rechner mit dem 32-Bit Betriebssystem Windows 95 oder Windows NT 4.0.

Wenn Sie auf Ihrem Rechner z.B. mit Microsoft Word „flüssig" arbeiten können, wird auch TrainWizard „flüssig" arbeiten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist der Ausbau mit Hauptspeicher - Windows 95 benötigt etwa 16 MB RAM. Mehr Hauptspeicher reduziert die Anzahl der Festplattenzugriffe und lässt Windows eben „flüssiger" arbeiten. Der bremsende Faktor sind im wesentlichen die Zugriffe auf das Festplattenlaufwerk.

Sie brauchen weiter eine handelsübliche Digitalsteuerung mit einem Rückmeldebus und ein Computerinterface.

Um das Computerinterface der Digitalsteuerung anzuschliessen, muss der Computer über eine freie serielle Schnittstelle verfügen.

Die Steuerung

Die Metapher des Programmes lässt sich wie folgt beschreiben: Das Programm integriert die Merkmale einer Modellbahn-steuerung mit denen von Windows.

Die Objekte, hier im Programm TrainWizard die Lokomotiven, lassen sich per Drag & Drop von Punkt A nach Punkt B bewegen.

Die Weichen sind aktive Elemente deren Stellung sich per Maus-Klick ändert.

Ein Programmieren der Fahrstrasse mittels Makros oder einer speziellen Logik Sprache entfällt, hier werden visuelle Hilfsmittel für die Programmierung einer Fahrstrasse eingesetzt.

Drag & Drop

Die Lokomotiven lassen sich per Drag & Drop von einem Haltepunkt zum nächsten Haltepunkt bewegen.

Eine erfolgreiche Operation wird optisch gemeldet, d.h. die Fahrstrasse wird für einen kurzen Moment in der Farbe für Reservierungen gezeichnet.

Ausblick

Die Graphikelemente aus der Symbolleiste werden benutzt, um die Anlage schematisch zu zeichnen. Auf Symbole für Häuser und dergleichen wurde verzichtet.

Das Programm TrainWizard unterscheidet bei den Graphikelementen zwischen passiven und aktiven Elementen.

Die passiven Elemente sind z. B. die geraden Gleisstücke. Die aktiven Elemente wie z. B. die Weichen, sind Objekte, die von der Digital Steuerung auf gerade und abgelenkt gestellt werden. Damit diese dem System bekannt sind, müssen diese aktiven Elemente konfiguriert werden - erst dann kann die Software TrainWizard diese aktiven Elemente steuern.

Damit können nun Strecken, Weichen und Rückmeldebausteine in einem Layout gezeichnet werden.

In einem zweiten Schritt werden die Lokomotiven mit einbezogen.

Die Lokomotiven werden vom Programm mit einem Namen versehen und in einem Rahmen dargestellt. Die Eigenschaften des Lokdekoders werden in einer Maske erfasst und sollen die Charakteristiken, wie z. B. die Geschwindigkeit der Lokomotive, wiederspiegeln.

In den folgenden Kapiteln wird Schritt für Schritt der Aufbau einer Anlage mit der Software TrainWizard besprochen.

Bedieneroberfläche

Die Symbolleiste der Applikation erlaubt das komfortable Wählen und Wechseln des jeweiligen Zeichnungssymboles.

Menüs

Datei und Bearbeiten

Die Menüs Datei und Bearbeiten erlauben die von Windows bekannten Operationen.

Im Menü "Bearbeiten, Neues Objekt einfügen" können Sie die vorher erwähnten Bedienelemente Ihrer Soundkarte importieren. Mit einem Mikrofon können Sie dann Ihre eigenen Meldungen aufnehmen und durch TrainWizard abspielen lassen. Bitte beachten Sie, dass im Moment nur eine Sounddatei nach der anderen abgespielt werden kann. Eine Erweiterung, die diese Limitation aufhebt, wird mit DirectDraw und DirectSound und einem Update realisiert.

Ansicht

Unter "Ansicht" können Sie die Symbol- und die Statusleiste ein- und ausschalten.

Die Schrift mit denen die Lokomotiven beschriftet werden, wird unter dem Eintrag "Schrift" gewählt.

Für die Konfiguration des Zeichnungsblattes blättern Sie bitte bis Kapitel 7.6 Konfiguration.

Lokomotiven

Hier werden die Eigenschaften für die zum Einsatz kommenden Lokomotiven, respektive deren Lokdekoder, definiert.

Wenn die Anlage gezeichnet ist und die aktiven Elemente konfiguriert sind, werden über den Eintrag "Laden" die Lokomotiven aktiviert.

"Lokomotiven Laden" heisst nichts anderes, dass damit die elektronischen Eigenschaften der Lokomotiven aktiviert werden.

Das Programm schaltet nun den Steuerungsteil ein. In diesem Modus können Sie die ersten Versuche starten. Bei der DEMO Version wird nur eine Lokomotive aktiviert wird.

Serien Nummer

Beim Kauf der Software erhalten Sie von Ihrem Händler eine Seriennummer. Nur bei korrekter Eingabe der Serien-Nummer werden alle Lokomotiven geladen und aktiviert.

Bei einer falschen Eingabe der Serien-Nummer wird der DEMO Modus aktiviert und damit nur eine Lok geladen - dies ist die einzige Einschränkung in diesem Modus.

Symbolleiste

Alle Gleis-Symbole sind in der Symbolleiste platziert. Zum Wechseln des aktuellen Zeichnungshilfsmittels genügt ein Anklicken des gewünschten Symboles.

Im obigen Anlagenlayout sind die aktiven Elemente, wie Sensoren, Weichen und Haltepunkte, bereits definiert und werden ohne Umrahmung gezeichnet. Da noch keine Lokomotiven geladen sind, werden die passiven Elemente noch mit Umrandung gezeichnet.

Wenn Sie mit der Maus über die aktiven Elemente fahren, erhalten Sie die Werte der aktuellen Konfiguration in der Statusleiste.

Das Zeichnen der Anlage

Zeichnen

Wählen Sie in der Symbolleiste das „Gerade Gleisstück" aus und bewegen Sie die Maus nun zu einem beliebigen Punkt auf dem Zeichnungblatt. Das gewählte Element wird per Maus-Klick an diesem Punkt platziert.

Eine gerade Strecke wird gezeichnet, indem die linke Maustaste gedrückt wird und die Maus in die gewünschte Richtung bewegt wird. Lassen Sie die Maustaste zu früh los, wird nur ein einzelnes oder werden nicht alle gewünschten Elemente gezeichnet.

Die Ausrichtung des Symboles wird gewechselt, indem Sie ein einzelnes, selektiertes Element nochmals anklicken. Möchten Sie die Linie weiter zeichnen halten Sie die Maustaste gedrückt und bewegen Sie die Maus in die gewünschte Richtung.

Diese Änderung der Ausrichtung eines Elementes ist für alle Elemente der Symbolleiste erlaubt. Es gibt kein Symbol für ein vertikales, gerades Gleisstück.

Möchten Sie das Zeichnen beenden, dann selektieren Sie die Schaltfläche mit dem Pfeil in der Symbolleiste.

Selektieren

Wählen Sie die Schaltfläche mit dem Pfeil in der Symbolleiste und klicken Sie auf ein bereits bestehendes Element. Möchten Sie weitere Symbole selektieren, dann halten Sie die Shift-Taste gedrückt und klicken Sie auf die noch zu selektierenden Elemente.

Selektieren eines Bereiches

Um Symbole in einem Bereich zu wählen, wird die Maustaste ausserhalb des gewünschten Bereiches gedrückt. Bewegen Sie die Maus nun in die entgegengesetzte Ecke des gewünschten Bereiches. Beim Loslassen der Maustaste werden nun alle Elemente im gewünschten Bereicht selektiert.

Die Selektion wird aufgehoben, indem Sie an einer Stelle klicken, an der noch kein Element gezeichnet ist.

Verschieben

Es können nur selektierte Elemente verschoben werden. Das Programm erlaubt eine Selektion beliebig vieler Elemente. Sie leiten das Verschieben ein, indem Sie den selektierten Bereich nochmals anklicken und mit gedrückter linker Maustaste verschieben.

Löschen

Es können nur selektierte Elemente gelöscht werden; dies geschieht mit der „Del" Taste oder mit dem Anwählen des Menüpunktes „Ausschneiden".

Möchten Sie nur das Graphikelement wechseln, so genügt ein Anklicken mit dem neuen Graphikelement der Symbolleiste.

Kopieren

Es können nur selektierte Elemente kopiert werden. Selektieren Sie ein oder mehrere Elemente. Um den Kopiervorgang einzuleiten, halten Sie die „Control" Taste gedrückt und ziehen Sie die Elemente an die gewünschte Position.

Definieren der aktiven Elemente

Bevor Sie zum ersten Mal die Lokomotiven laden, müssen alle aktiven Elemente der Anlage definiert werden.

Alle noch nicht definierten aktiven Elemente werden mit der Umrandung gezeichnet. Sobald einer Weiche oder Sensor eine Adresse zugeordnet wird, entfällt die Umrandung. Damit haben Sie eine optische Rückmeldung, welche Teile der Anlage noch nicht definiert sind.

Um die nachfolgenden Dialoge auch bei Ihnen zu sehen, klicken Sie in schneller Folge zweimal (Doppel-Klick) auf das Element.

Weichen

Jeder Weiche in einem Digital-System wird eine Adresse zugewiesen. Über diese Adresse kommuniziert die Zentrale mit dem Funktionsdekoder, der Funktionsdekoder wiederum übersetzt die digitalen Befehle in elektrische Impulse die erst in dieser Form von einem Spulenantrieb verstanden werden.

Um den Betrieb zu vereinfachen, besteht die Möglichkeit die elektrischen Anschlüsse per Software zu vertauschen. Bitte beachten Sie, dass der Handregler nichts von dieser Software Umkehrung weiss. Für den Handregler bleiben die Anschlüsse vertauscht.

Für Gartenbahner mit einzelnen Weichenmodulen besteht die Möglichkeit, die Adresse direkt zu wählen.

Sensoren

Sensoren werden mit einem einfachen Kreis auf einem geraden Gleisstück gezeichnet. Der Sensor ist ein aktives Element, dessen Farbe sich dem ‘inneren’ Zustand anpasst.

Beim Sensor können Sie bei der Verzögerung jeweils eine Zeit in Sekunden eingeben. Das Abbremsen beim Einfahren in einen Haltepunkt beginnt erst, wenn diese Zeit abgelaufen ist.

Bei grossen Distanzen zwischen Einfahr- und Ausfahrsensor wird mit dieser Verzögerung verhindert, dass die Lokomotive zu früh auf der minimalen Geschwindigkeit schleicht.

Beim Verlassen des Haltepunktes wird erst dann angefahren, wenn die definierte Zeit beim Menü Punkt Abfahren abgelaufen ist.

Bei Haltepunkten besteht die Möglichkeit, für die Ein-, Durch- und Abfahrt eines Zuges jeweils die dazugehörige Ansage abzuspielen.

Bitte beachten Sie, dass das Märklin s88 Rückmeldemodul 16 Eingänge hat, die Software TrainWizard aber nur 8 Eingänge definieren kann.

Beim Definieren der letzten 8 Eingänge eines Modules müssen Sie daher den Wert für Rückmeldemodul einmal um eins erhöhen, d.h. das Modul belegt zwei Adressen.

Wie bei allen anderen Herstellern wird damit pro 8 Eingänge eine Adresse vergeben. Für Sie als optische Kontrolle bleibt die Anzeige der Rückmelde-Nummer.

Signale schalten

Mit der Option "Magnetartikel Schalten" haben Sie die Möglichkeit ein Relais oder ein Signal zu betätigen.

Das Signal wird wie ein normaler Magnetartikel behandelt.

Wird das Signal nicht reserviert und damit auch nicht "angefahren", schaltet das Signal auf Rot. Sobald ein Zug den Gleisabschnitt erfolgreich anfordert hat, wird das Signal auf Grün geschaltet. Wie bei allen Magnetartikeln kann die Logik umgekehrt werden, wenn es Ihr Signal-Baustein erfordert.

Haltepunkte

Haltepunkte werden mit einem einfachen Quadrat auf einem geraden Gleisstück gezeichnet.

Um den Haltepunkt besser zu erkennen und zu benutzen wird diesem ein Name zugeordnet, in dessen Wahl Sie frei sind. Der Name selber kann beliebig lang sein.

Ein Haltepunkt wird immer von zwei Sensoren "eingeschlossen". Mit diesem Konstrukt ist es möglich, den Haltepunkt von beiden Seiten anzufahren.

Haltepunkt Verknüpfen

Das Verknüpfen eines Haltepunktes mit zwei Sensoren geschieht wie folgt: Sie selektieren den Haltepunkt und die umrahmenden Sensoren; nun klicken Sie in schneller Folge zweimal auf den Haltepunkt (Doppel-Klick).

Im Dialog sehen Sie dann die entsprechenden Werte für die Sensoren S1 und S2.

Virtuelle Verbindungen

Die Abbildung auf dem Computerbildschirm ist leider nur Zweidimensional. Kommt es bei Ihrer Anlage nun vor, dass ein Nebengleis ein Hauptgleis in verschiedener Höhe kreuzt, ergibt sich ein Problem mit der Darstellung.

Um dieses Problem zu lösen, wird der virtuelle Verbinder eingeführt. Für Tunnel verwenden wir das gleiche Hilfsmittel.
Die Konfiguration eines virtuellen Verbinders geschieht wie folgt: Sie selektieren die zu verbindenden Punkte; nun klicken Sie in schneller Folge zweimal auf einen virtuellen Verbinden (Doppel-Klick).

Im Dialog sehen Sie dann die entsprechenden Werte für die virtuellen Verbinder.

Für die Konfiguration des zweiten Elementes genügt es, wenn Sie diesen Doppel-Klicken.

Programmierknopf

Der Programmierknopf ist ein Element dessen Funktion erst nach dem Laden von Lokomotiven benutzbar wird. Auch diese Funktion wird erst zu einem späteren Zeitpunkt beschrieben.

Fahrplan anhalten

Dieses dreieckige Symbol ist ein Element dessen Funktion erst nach dem Laden von Lokomotiven benutzbar wird.
Das Symbol ist mit einem Haltepunkt verbunden, für dessen Konfiguration wie folgt vorgegangen wird:
Sie selektieren das dreieckige Symbol "Fahrplan anhalten" und den dazugehörigen Haltepunkt. Für die Konfiguration des Elementes genügt es, wenn Sie das dreieckige Element Doppel-Klicken.

Seine Funktion wird aber erst im Kapitel "Anhalten des Fahrplanbetriebes" beschrieben.

Lokomotiven

Um die Lokomotiven zu definieren, wählen Sie vom Menüpunkt "Lokomotiven" den Eintrag: Definieren.

Nun erhalten Sie folgenden Dialog:

Hier wählen Sie die Schaltfläche "Neu" und kommen nun zum Dialog in dem die Details für eine Lokomotive definiert werden.

Bitte vergessen Sie nicht Ihre Aenderungen zu speichern !

Das Eingeben der Lokdekoder Eigenschaften:

Haben Sie alle Elemente definiert, können Sie über den Menü-punkt "Lokomotiven Laden" den Steuerungsteil der Software starten.

Für die ersten Tests eignen sich die Weichen sehr gut

Stellen Sie mit dem Handregler sicher, dass sich die Weichen auch korrekt stellen lassen.

Klicken Sie an verschiedenen Positionen rund um eine Weiche. Das Programm TrainWizard wird die Stellung der Weichen anhand der Klick-Position stellen.

Reagieren die Weichen nicht, überprüfen Sie als erstes die serielle Schnittstelle und die Stecker am Kabel.

Lassen sich die Weichen per Handregler stellen und nicht per Computer, so ist es fast sicher, dass Sie die Adresse der Weiche falsch konfiguriert haben. Um dies zu kontrollieren, bewegen Sie die Maus über die fragliche Weiche. In der Statusleiste können Sie die konfigurierte Adresse lesen. Bitte korrigieren Sie die Adresse der Weiche entsprechend.

Konfiguration

Der Dialog "Konfiguration" erlaubt es Ihnen die Zellengrösse in Bildschirmpunkten zu definieren sowie die aktuelle Grösse des Zeichnungsblattes in Spalten und Kolonnen.

Bei der Farbwahl haben Sie unendliche Möglichkeiten diese zu vergeben und zu kombinieren.

Im Prinzip ist es ganz einfach, wie Sie bereits beim Definieren einer Lokomotive gesehen haben, gibt es die Möglichkeit pro Lokomotive eine Farbe zu vergeben. Fährt die Lokomotive im Fahrplan oder per Drag & Drop, dann belegt die Lok einen Gleisabschnitt. Dieser "besetzte" Teil der Anlage wird farblich hinterlegt und zwar in der Farbe der Lokomotive. Dieses farbliche Hinterlegen gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die aktuelle Gleisbelegung.

Computer Interface

Den Hersteller Ihrer Digitalsteuerung wählen Sie unter dem Menüpunkt Lokomotive und Interface.

Ebenso müssen Sie noch definieren, über welche serielle Schnittstelle kommuniziert wird.

Bitte vergewissern Sie sich, dass die Schalter und Optionen des Computer-Interfaces mit dem Handbuch übereinstimmen [1].

Bei Lenz Steuerungen kommt es vor, dass sich die Zentrale verschluckt und Befehle "übersieht". Hier hilft es, den Eintrag "Anzahl Impulse" auf zwei zu setzen. Die Werte für die Schaltdauer sollte 0.3 Sekunden, und der Wert für die Schaltverögerung sollte auf 0.2 Sekunden eingestellt werden.

Vor allem bei Gartenbahnen kämpft der Digital Fahrer auch gegen Ameisen und andere natürliche "Feinde".

Die Verschmutzung des Weichenantriebes erhöht das Losbrechmoment.

Um den Antrieb loszurütteln, wird mit der Option Links/Rechts vorher noch in die entgegengestzte Richtung geschaltet, um nachher in die richtige Richtung zu schalten. Dies stellt keine optimale Lösung dar, sondern ist eine "Emulation" dessen, was man auf dem Handregler probiert.

Haltepunkte

Der Haltepunkt ist ein künstliches Gebilde, das nur zur Orientierung kreiert wurde. Die Haltepunkte stellen die "Drop Punkte" für Lokomotiven dar, d.h. eine Drag & Drop Operation wird nur als gültig erkannt, wenn die Lok über einen Haltepunkt losgelassen wird. Ist dem nicht so, springt die Lokomotive zum Ursprung zurück.

Die Initialisierung

Werden die Lokomotiven geladen, erscheinen sie erst einmal in der linken oberen Ecke. Mit dieser Aktion wird der Steuerungsteil der Software TrainWizard aktiviert, d.h. die Symbole werden aus der Symbolleiste entfernt und es kann nicht mehr gezeichnet werden.

Die Initialisierung erfolgt, indem die Lok „auf" einen Haltepunkt gezogen wird. Dazu muss einer der Sensoren einen Stromverbraucher detektiert haben. Sie erkennen dies daran, dass einer oder beide Sensoren mit der Farbe „Unbekannt" gezeichnet werde.

Die Empfindlichkeit der Digitrain 5023 Gleisbesetztmelder ist so hoch, dass es möglich ist mit zwei Fingern die Besetztmeldung auszulösen. Bei anderen Fabrikaten müssen Sie das Licht der Lokomotive einschalten um bei stehender Lokomotive eine Besetztmeldung zu erhalten.

Beim Loslassen der Maus erkennt das Programm TrainWizard die Situation und ändert die Farbe des Sensors von Orange nach Rot. Diese Lok wird nun "über" dem Haltepunkt gezeichnet und ist bereit für Drag & Drop Operationen.

Konnte keine erfolgreiche Initialisierung durchgeführt werden, wird die Lok am Ursprungsort wieder gezeichnet.

Die Farben der Elemente können Sie im Dialog „Konfiguration" entsprechend Ihren Wünschen anpassen.

Oben sehen Sie die Testanlage mit zwei aktiven Lokomotiven. Sie können der Lokomotive einen Namen geben der mehr aussagt als nur die numerische Repräsentation der Adresse vom Dekoder.

Für den Handbetrieb existiert ein graphischer Handregler, der die minimalen Funktionen unterstützt. Dieser Handregler lässt sich per Kontextmenü der Lokomotive ein- und ausblenden.

Auch existiert eine Statusanzeige für die Lokomotiven, hier lässt sich ablesen warum die Ge 4/4 III 646 nicht fährt.

Im gestellten Beispiel sollte die Lok im Uhrzeigersinn auf das rechte innere Ausweichgleis fahren. Dies ist nicht möglich, da dieser Abschnitt bereits von einer anderen Lok reserviert wurde. Sie sehen dies auch daran, dass dieser Abschnitt mit der Farbe die Lokomotive Ge 4/4 II 601 hinterlegt wurde.

Beim Verlasssen des Programmes werden die aktuellen Positionen der Fenster sowie deren Grösse gespeichert.

Funktionsweise der Sensoren

Der Sensor beim Einfahren in den Haltepunkt bewirkt eine Reduktion der Geschwindigkeit in Richtung der minimalen Geschwindigkeit der Lokomotive. Erst beim zweiten Sensor wird der Haltebefehl für diese Lokomotive an die Zentrale geschickt. Zwischen den beiden Sensoren wird die Geschwindigkeit kontinuierlich reduziert.

Dieses kontrollierte Abbremsen der Lokomotive erlaubt einen Halt in einem sehr kleinen, eng begrenzten Bereich.

Ein einzelner Strecken-Sensor bestimmt die Soll Geschwindigkeit an dieser Stelle der Anlage. Diese Geschwindigkeit wird von keiner Lokomotive überschritten. Liegt die maximale mögliche Geschwindigkeit der Lok tiefer, wird die Lok diese strengere Bedingung nicht überschreiten.

Mittels dieser Strecken-Sensoren können Sie einer Strecke das von Ihnen gewünschte Geschwindigkeitsprofil geben.

Visuelles Programmieren der Fahrstrecke

Nachdem Sie Ihre Anlage gezeichnet habe, ist es Ihnen sicher vertraut wie man Elemente selektiert.

Das Programmieren einer Fahrstrecke erfolgt ähnlich dem, wie Sie Haltepunkte definiert haben.

Als erstes selektieren Sie einen Programmier-Knopf - nun fügen Sie den Start- und Ziel-Haltepunkt zu dieser Selektion hinzu. Der Trick besteht darin, dass Sie den Programmier-Knopf "Doppel-Klicken" und schon ist die Strecke programmiert. Als optische Rückmeldung wird die Strecke in der Farbe für Reservierungen neu gezeichnet.

Das Programmieren der Lokomotive ist noch einfacher. Befindet sich eine Lok in Start- oder Ziel-Haltepunkt, ziehen Sie diese Lok auf den Programmier-Knopf statt auf den nächsten Haltepunktes und schon kennt die Lok den Fahrplan.

Befindet sich die Lok noch nicht im Start- oder Ziel-Haltepunkt, dann ziehen Sie die gewünschte Lok an den Start- oder Zielpunkt. Nach der Ankunft der Lok ziehen Sie die Lok auf den Programmier Knopf und alles weitere geschieht automatisch.

Beim Selektieren des Start- und Ziel-Punktes kann der Weg mittels eines "Via" Punktes präzisiert werden, d.h. dass das Programm TrainWizard einen Weg sucht, auf dem der "Via" Punkt besucht wird. Maximal können zwei "Via" Punkte definiert werden; einer für den Hinweg und ein zweiter "Via" Punkt für den Rückweg.

Die Selektion und die Reihenfolge sieht im Fall mit "Via"-Punkten wie folgt aus: Programmier-Knopf, Start, Via-Hinweg, Ziel und Via-Zurück.

Wird kein "Via" Punkt definiert, liefert der Programmier Knopf eine Pendelstrecke als Resultat des Programmiervorganges. Bei einem Kreis wird einfach im Kreis herumgefahren.

TrainWizard wird sich immer für den kürzesten Weg entscheiden, d.h. es wird die Anzahl der Graphikelemente vom Start bis zum Ziel ermittelt und für die Entscheidung herangezogen.

Simulation der Start- Zieltaste

Im Kontextmenü des Programmierknopfes besteht die Möglichkeit, nur die Magnetartikel einer Fahrstrasse zu schalten. Dies erlaubt es Ihnen auch ohne installierte Rückmelder eine Fahrstrasse zu schalten.

Abbrechen des Fahrplanbetriebes

Ein Doppel-Klick auf eine Lok bewirkt, dass die Lok die Drag & Drop Operation oder den Fahrplan abbricht. Diese Lok muss in der Folge neu initialisiert werden.

Anhalten des Fahrplanbetriebes

Wenn sich eine Lokomotive im Fahrplanbetrieb befindet werden die Zyklen endlos wiederholt. Um eine Lokomotive z.B. im Schattenbahnof anzuhalten, genügt es das dreieckige Symbol anzuklicken. Beim nächsten Einfahren in den Halteabschnitt wird der Fahrplanbetrieb für diese Lokomotive unterbrochen. Zum besseren Verständnis werden die Zustände dieses Fahrplan-schalters in den Farben Grün und Rot gezeichnet. ein einfaches anklicken des Symboles genügt um den Modus zu wechseln.

Tips und Tricks

Der Start mit dem Programm TrainWizard dürfte für viele Benutzer der Beginn einer neuen Aera sein.

Wie beginne Ich ?

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - dies gilt auch bei der Benutzung und Lernphase von Computer-Programmen.

Die kostengünstigste Variante ist der Begin mit der gehobelten Dachlatte, zwei Dutzend geraden Gleisstücken und einem Gleisbesetztmelder für mehrere Abschnitte.

Das kostet nicht die Welt und einen Gleisbesetztmelder brauchen wir früher oder später mit Bestimmtheit.

Die Länge eines geraden Standardgleisstückes hat sich bei unseren Versuchen bewährt und entspricht in HO etwa der Länge eine Lokomotive. Bei anderen Spurweiten ist es eine gute Idee diese Verhältnisse beizubehalten.

Im Schattenbahnhof ist es ratsam, die Länge der Meldeabschnitte zu erhöhen.

Die obige Anordnung erlaubt es, zwei Lokomotiven von links nach rechts und umgekehrt zu bewegen. Bei den Haltepunkten möchten wir auch die Bremseigenschaften der Lokomotiven mit dem Dekoder kennenlernen. Besser beginnen wir hier zweimal mit der Wahl des optimalen Abstandes, als wenn wir uns auf der Anlage verschätzen und die Sensoren falsch platzieren.

Besonders bei Abstellgleisen im verdeckten Bereich sollten Sie die Abschnitte genügend lang wählen.

Mit dem Programm TrainWizard ist es ein Kinderspiel die obige Versuchsanlage zu zeichnen und ein zweite Variante ohne den mittleren Haltepunkt zu erstellen.

Mit der zweiten Anordnung haben wir zwischen dem linken und rechten Haltepunkt zwei Streckensensoren.

Stellen wir unterschiedliche Soll-Geschwindigkeiten an diesen Punkten ein, geben wir dieser Miniversuchsanlage ein Geschwindigkeits-Profil. In der Praxis werden wir beobachten, wie sich die Lokomotive auf der Strecke verhält und sich diesen Soll-Geschwindigkeiten annähert.

Ein Verändern der Soll-Geschwindigkeit ist äusserst einfach, selektieren Sie einen Sensor und drücken Sie die rechte Maustaste - ein Kontextmenü erscheint und erlaubt die Wahl der gewünschten Fahrstufe.

Bitte nehmen Sie für diese Tests nicht Ihre wertvollsten Modelle, sondern diejenigen, bei denen es nichts ausmacht, wenn Sie mal über das Gleisende hinaus fahren und dabei umfallen.

Die Lok fährt in die falsche Richtung

Märklin Digital Fahrer kennen das Problem wohl zur genüge. Aber generell besteht das Problem, dass wenn wir eine Lok auf das Gleis stellen, das Programm TrainWizard (noch) nicht weiss, in welche Richtung die Nase zeigt.

Um dieses Problem zu lösen, selektieren Sie die fragliche Lok und im Kontext Menü der Lok (rechte Maustaste drücken) lässt sich diese per Software umkehren.

Die Buchregal Anlage

Mit nur wenig Aufwand lässt sich bereits eine kleine Anlage bauen, die viel Freude bereitet.

Das Programm beherrscht das Pendeln und auch das Kehren über die Weichen in Perfektion - probieren Sie es !

Ziehen Sie eine Lok vom linken unteren Haltepunkt zum linken oberen Haltepunkt.

Weitere Entwicklung

Bereits in der Software integriert, aber noch nicht freigeben, ist die Unterstützung für Mehrfachtraktionen. Hier wird die initialisierte Lokomotive zum "Drop Punkt".

Aehnlich dem Programmier-Knopf, wird es einen Knopf für einen Schattenbahnhof geben der die Automatik integriert, d.h. Sie ziehen eine Lok auf einen dieser Knöpfe und schon wird der Zug "versorgt".

Danke

Sollten Sie irgendwann einmal ein ganz spezielles Problem haben, wenden Sie sich an uns.
Wir haben die Software geschrieben und auch die Hardware selber entwickelt.
Mit diesem breiten Spektrum an Erfahrung können wir Sie fast in jeder Situation beraten.
Auch setzen wir Geräte der verschiedensten Hersteller ein und kombinieren diese - hier liegt unsere Stärke.

Mit freundlichen Grüssen

Robert Bouwens

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